Digitale Transformation: Industrie 4.0 / Digitalisierung eines kleinen / mittelständischem Unternehmen

Veröffentlicht am 25. Januar 2023 um 10:20

Industrie 4.0 / Digitalisierung eines KMU

Digitalisierung 4.0 könnte die Welt einschneidender verändern als jede industrielle Revolution zuvor.
Warum nehmen deutsche Unternehmen trotz dieses Bewusstseins nicht stärker an Fahrt auf?

Auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) spielt eine erfolgreiche Digitalisierung in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Dabei stehen KMU jedoch mehreren Herausforderungen gegenüber. Das sind die größten Hürden, die KMU in puncto Digitalisierung überwinden müssen.

 

UNTERNEHMEN MÜSSEN DEN DIGITALEN WANDEL ANNEHMEN
Die erste Herausforderung für die Digitalisierung eines KMU besteht darin, dass die Geschäftsführung und der Eigentümer die Unverzichtbarkeit der digitalen Ausrichtung anerkennen. In diesem Zusammenhang muss ein Verständnis dafür entwickelt werden, dass es sich bei der digitalen Transformation nicht nur um die reine technische Digitalisierung des Unternehmens handelt. Das heißt im Klartext: Für die digitale Transformation ist eine erfolgreiche Digitalisierung eine notwendige, aber längst noch keine hinreichende Bedingung. Mit der Digitalisierung müssen sich auch die Organisation und das Geschäftsmodell entwickeln. Erst wenn sich die Geschäftsführung darüber im Klaren ist, dass es bei der digitalen Transformation um mehr geht als nur um die Digitalisierung, kann ein KMU sich mit der passenden Strategie von den Mitstreitern abheben.

 

INVESTITIONEN SIND NOTWENDIG – DIGITALISIERUNG DARF GELD KOSTEN
Häufig geben Unternehmen viel Geld für neue Maschinen und Anlagen aus, wollen aber nicht in eine moderne, digitale Werbestrategie wie etwa in die Website investieren. Das liegt häufig daran, dass Anlagegüter als Investitionen betrachtet werden, während digitale Services eher als Ausgabe verstanden werden. Diese Sichtweise ist aber nicht sinnvoll: Auch Ausgaben in die Digitalisierung eines KMU sind Investitionen. Das Geschäftsmodell und die Wertschöpfung des Unternehmens können sich positiv verändern, wenn KMU in die Digitalisierung investieren, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Prozesse werden schlanker, was Kosten spart
  • Durch digitale Maßnahmen lassen sich Kunden besser informieren, was die Kundenbindung erhöht
  • Mit digitalen Kanälen werden andere Zielgruppen erreicht, was die Neukundengewinnung vereinfacht.


Damit die Digitalisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen gelingt, ist es also unverzichtbar einzusehen, dass Ausgaben für digitale Maßnahmen ebenfalls Investitionen sind.

 

DIGITALISIERUNG VON KMU BENÖTIGT EINE GUTE STRATEGIE
Viele Unternehmer haben keine Schwierigkeiten, schnell und effektiv neue Vorhaben umzusetzen. Das verhält sich bei der Digitalisierung aber anders: Sie können dann meist nur auf ihre eigene Erfahrung als digitale Konsumenten zurückgreifen. Das digitale Fachwissen, das benötigt wird, um eine gute Strategie und ein erfolgreiches Implementierungskonzept zu entwickeln, fehlt jedoch oftmals. Das kann zu Problemen führen, sodass der gewünschte Erfolg ausbleibt. Deshalb ist es für ein ganzheitliches digitales Konzept unerlässlich zu wissen, dass es auf ein engmaschiges Zusammenspiel der Organisation, des Geschäftsmodells, der Unternehmensentwicklung und der Technologie ankommt. Nur unter dieser Voraussetzung wird sich ein KMU erfolgreich digital entwickeln.

 

MITARBEITER SOLLTEN EINBEZOGEN WERDEN
Digitalisierung hat den schlechten Ruf, Arbeitsplätze zu vernichten. Deshalb stößt sie auch bei Mitarbeitern oft auf Widerstand. Genau solche internen Widerstände bringen viele digitale Transformationen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Scheitern. Dabei haben KMU in dieser Hinsicht einen großen Vorteil: Sie sind oft inhaber- und familiengeführt, sodass der Vertrauensvorschuss seitens der Mitarbeiter meist groß ist. Geschäftsführer und Inhaber sollten in jedem Fall offen mit ihrer Belegschaft sprechen und genau erläutern, welche Vorteile die Digitalisierung für das KMU bietet. Auf diese Weise kann für ein Arbeitsklima gesorgt werden, in dem die digitale Neuordnung eine Chance hat, zu wachsen und zu gedeihen.

 

EINE INTERNE, DIGITALE KOMPETENZ MUSS AUFGEBAUT WERDEN
Die letzte große Herausforderung, die ein KMU bei der Digitalisierung bewältigen muss, stellt der Aufbau einer internen digitalen Kompetenz dar. Diese basiert im Wesentlichen auf drei Fähigkeiten:

  • Das KMU versteht, wie Technologien sich auf das Geschäftsmodell, die Organisation und die Prozesse auswirken.
  • Das KMU ist in der Lage, aus dieser Erkenntnis Maßnahmen und Strategien für die Digitalisierung abzuleiten.
  • Das KMU kann digitale Vorhaben mit innovativen Werkzeugen und Methoden umsetzen und steuern.

 

Größere Unternehmen und Konzerne investieren meist viel Geld in den Aufbau eigener Digital-Abteilungen. Das ist bei KMU in der Regel nicht möglich. Sie sind daher darauf angewiesen, dass die digitale Agenda von einem externen Partner umgesetzt wird, der eng mit dem KMU zusammenarbeitet.

 

Haben Sie Fragen?
Zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Beste Grüße 

Harald Gericke

Datenschutzbeauftragter
Zertifizierter Datenschutz Auditor


Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.